Transparente Produktdaten für Compliance, Kreislaufwirtschaft und digitale Services
Der Digitale Produktpass macht relevante Produktinformationen über den gesamten Lebenszyklus strukturiert zugänglich. Er schafft damit neue Anforderungen an Produktdaten, Datenqualität, Identifikation, Governance und Systemintegration.
Wir unterstützen Unternehmen dabei, die benötigten Daten, Prozesse und Architekturen für den Digital Product Passport (DPP) vorzubereiten und schrittweise umzusetzen – von der Readiness-Analyse bis zur technischen Integration.
Bedeutung
Vom regulatorischen Thema zur Daten- und Architekturaufgabe
Der Digital Product Passport ist ein zentraler Bestandteil der EU-Verordnung über das Ökodesign für nachhaltige Produkte (ESPR). Welche konkreten Informationen für ein Produkt verpflichtend sind, wird produktgruppenspezifisch durch entsprechende Anforderungen festgelegt.
Für Unternehmen bedeutet das: Relevante Produktinformationen müssen nicht nur vorhanden sein. Sie müssen strukturiert, aktuell, nachvollziehbar und für unterschiedliche Nutzergruppen kontrolliert zugänglich gemacht werden können.
Damit wird der DPP vor allem zu einer Datenmanagement- und Integrationsaufgabe.
Herausforderung
Wenn Produktdaten über Systeme und Lieferketten verteilt sind
Die größte Herausforderung beim Digital Product Passport liegt selten im QR-Code selbst. Entscheidend ist, die benötigten Informationen zuverlässig aus unterschiedlichen Systemen, Unternehmensbereichen und externen Quellen zusammenzuführen und dauerhaft aktuell zu halten.
Typische Herausforderungen sind:
- Produktdaten liegen verteilt in ERP, PIM, PLM und weiteren Systemen.
- Informationen von Lieferanten und Partnern fehlen oder liegen in unterschiedlichen Formaten vor.
- Datenqualität, Verantwortlichkeiten und Aktualisierungsprozesse sind nicht eindeutig geregelt.
- Bestehende Systeme und Schnittstellen sind nicht auf die neuen Datenflüsse vorbereitet.
- Zugriffsrechte und Sichtbarkeit müssen für unterschiedliche Nutzergruppen gesteuert werden.
- Produktinformationen müssen einfach und zuverlässig digital bereitgestellt werden.
- Anforderungen können sich je nach Produktgruppe und regulatorischer Entwicklung verändern.
Damit wird der DPP nicht nur zu einer Compliance-Aufgabe, sondern zu einem unternehmensübergreifenden Daten- und Integrationsprojekt.
Anforderungen
Welche Voraussetzungen der Digital Product Passport schafft
Ein DPP verbindet Produktinformationen mit einem eindeutigen Produktidentifikator und einem maschinenlesbaren Data Carrier. Der Zugang zu Informationen richtet sich dabei nach den jeweiligen Anforderungen und Zugriffsrechten; nicht sämtliche Produktdaten werden zentral in einem EU-System gespeichert.
Unternehmen müssen unter anderem klären:
- welche Produktdaten benötigt werden,
- aus welchen Systemen und Lieferketten diese stammen,
- wie Produkte, Komponenten und relevante Entitäten eindeutig identifiziert werden,
- welche Daten öffentlich oder nur für bestimmte Akteure zugänglich sind,
- wie Aktualität, Qualität und Herkunft sichergestellt werden,
- wie regulatorische Änderungen künftig berücksichtigt werden,
- wie der DPP in bestehende Produkt- und Geschäftsprozesse integriert wird.
Datenbasis
Verlässliche Produktdaten sind der Kern des DPP
Die benötigten Informationen liegen häufig verteilt in ERP, PIM, PLM, MDM, Lieferantenportalen, Nachhaltigkeitssystemen und weiteren Anwendungen.
Wir helfen dabei, diese Datenquellen zu identifizieren, fachlich zu harmonisieren und klare Verantwortlichkeiten zu schaffen.
Dazu gehören beispielsweise:
- Produkt- und Variantenstammdaten,
- Material- und Komponenteninformationen,
- Hersteller- und Lieferantendaten,
- Herkunfts- und Nachhaltigkeitsinformationen,
- Reparatur-, Wartungs- und Recyclinginformationen,
- Zertifikate und Compliance-Daten,
- eindeutige Produkt- und Unternehmensidentifikatoren.
Entscheidend ist nicht, sämtliche Informationen in einem neuen System zu duplizieren, sondern eine belastbare Datenbasis und klare Datenflüsse zu schaffen.
Integration
Bestehende Systeme intelligent verbinden
Der Digital Product Passport entsteht selten in einem einzelnen System. Produktinformationen müssen aus verschiedenen Quellen zusammengeführt, aktualisiert und kontrolliert bereitgestellt werden.
Wir verbinden unter anderem:
- ERP,
- PIM,
- PLM,
- MDM,
- Commerce-Plattformen,
- Supplier- und Supply-Chain-Systeme,
- Data Platforms,
- externe Register und Services.
APIs, Events und standardisierte Datenmodelle ermöglichen dabei einen automatisierten und skalierbaren Austausch. Gleichzeitig sorgen Rollen- und Zugriffskonzepte dafür, dass unterschiedliche Stakeholder nur die für sie vorgesehenen Informationen erhalten.
Unser
Ansatz
Von der DPP-Readiness bis zur produktiven Umsetzung
1. Datenstrategie entwickeln
Wir analysieren, welche Produktinformationen benötigt werden, wo sie heute liegen und wer für ihre Qualität und Aktualität verantwortlich ist. Gemeinsam schaffen wir eine strukturierte Grundlage für Datenerfassung, Datenmodelle und Governance.
2. Technologische Basis schaffen
Wir definieren, wie ERP, PIM, PLM, MDM und weitere relevante Systeme zusammenspielen sollen, und entwickeln die passende Integrations- und Zielarchitektur.
3. Partner und Lieferketten einbinden
Wir berücksichtigen frühzeitig, welche Informationen von Lieferanten und Geschäftspartnern benötigt werden, wie diese ausgetauscht werden und welche Qualitäts- und Verantwortungsmodelle dafür erforderlich sind.
4. Bereitstellung und Skalierung umsetzen
Wir sorgen dafür, dass die relevanten Informationen für die jeweiligen Nutzergruppen kontrolliert und einfach zugänglich sind – etwa über einen maschinenlesbaren Data Carrier wie einen QR-Code. Anschließend übertragen wir das Modell schrittweise auf weitere Produkte und etablieren Monitoring, Governance und kontinuierliche Aktualisierung.
Chancen für den
E-Commerce
Der Digital Product Passport bietet auch für den Online-Handel erhebliche Vorteile:
- Vertrauen und Transparenz: Kunden erhalten detaillierte Produktinformationen, was zu einer stärkeren Markenbindung führt.
- Erweiterte Serviceangebote: Durch den DPP können Unternehmen Reparaturservices, Recyclingoptionen und personalisierte Empfehlungen anbieten.
- Nachhaltigkeit als Wettbewerbsvorteil: Konsumenten bevorzugen zunehmend nachhaltige Produkte – der DPP hilft Unternehmen, ihre Umweltbilanz nachzuweisen und sichtbar zu machen.
Zur Vorbereitung auf den Digital Product Passport haben wir die wichtigsten Informationen in einem Booklet zusammengefasst.
- So funktioniert DPP
- Welche Daten werden erfasst?
- Welche Produktkategorien sind betroffen?
- Der rechtliche Rahmen
- Wichtige Meilensteine auf dem Weg zur Umsetzung
Laden Sie das Booklet hier kostenlos herunter (PDF in Englisch).
Mehr dazu in unserem Blog.
Let’s talk
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DIGITAL CHALLENGE
Ganz egal, welche digitale Herausforderung Sie meistern müssen, wir unterstützen Sie dabei. Mit den unterschiedlichen Spezialisten in unserem Team und unserem Experten-Netzwerk finden wir für jedes Problem die passende Lösung.










